Verzweifelte Menschheit

Dieser Tage kam mir der Gedanke, dass all die Dinge, die die Menschheit so verzweifelt sucht, wie z.B. Glück, Erfolg, Zufriedenheit, Gesundheit und dass all die Dinge wieder so sind, wie sie immer waren, etc. eher verschreckt weglaufen, wenn sie so ungeduldig bedrängt werden, also eher in weite Ferne rücken, als greifbar werden. Der Schlüsselpunkt scheint mir einfach diese rasende Ungeduld und Unzufriedenheit zu sein, die nichts wirklich positiv Neues zulässt.Ich bin ja, wie gesagt, in der komfortablen Situation, aus Krankheitsgründen noch Geld vom Amt zu kriegen, aber es kommt mir einfach so vor, als würden Menschen, egal in welcher persönlichen Situation sie stecken, per se unzufrieden sein. Meine persönliche Angst ist einfach, dass wenn die Gesamtheit der Menschheit mit dieser Einstellung lebt, sich die Zukunft nicht besonders rosig zeigt. Wie so oft, habe ich natürlich keine Patentlösung, nur die dringende Bitte an alle, einfach mal ein paar Gänge zurück zu schalten. Denn so, wie es gerade ist, erscheint es mir nicht erstrebenswert. 

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Welche nächste Freiheit uns noch genommen wird

Mir ist heute sehr klar geworden, dass wir alle das mit den wenigen Kontakten, viel zuhause sein und etwas mehr Ruhe schon länger kennen, allerdings aus anderen Gründen. Normalerweise war diese Zeit um Weihnachten herum doch dazu angetan, ruhig zu sein, im Schnee spazieren zu gehen, Schlitten zu fahren, Schneeballschlachten zu machen und ein bisschen Abstand vom Alltag zu kriegen. Der elementare Unterschied zu den erzwungenen Kontaktsperren ist, das der damalige Rückzug freiwillig war und nicht von oben verordnet.
Und irgendwie hatte man auch noch das Gefühl, dass die Leute jetzt nicht nur noch gehetzt, gestresst und miesepetrig durch den Tag laufen.
Irgendwie scheint mit diesem ganzen Lockdown alle Lebensfreude von den Menschen wegzugehen. Und Nachrichten zu hören, macht ja nicht gerade gute Laune, wenn nur noch berichtet wird, welche nächste Freiheit uns noch genommen wird.
Mal ganz davon abgesehen werden Ängste einfach nur geschürt und die vorherrschende Farbe scheint Grau, bzw. Schwarz zu sein. Es fällt schwer, sich dem Ganzen zu entziehen, wenn man ja nicht mal mehr in ein warmes Land verreisen kann, zur Ablenkung.
Mir fällt jetzt auch kein Allheilmittel ein, außer wirklich tief in sich rein zu gucken und schöne Dinge zu visionieren. Es erschreckt mich schon sehr, dass ich gerade in der Vorweihnachtszeit, die ja den meisten Menschen so wichtig ist, und in der man deswegen auch besonders anfällig ist, mich veranlasst fühle, so etwas zu schreiben.
Aber so wie ich im Jahreswechsel 2019/2020 gedacht habe, alles wird besser werden (was ja nun wohl doch falsch war), denke ich das auch zum neuen Jahreswechsel, denn ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen die große Fähigkeit haben, uns den widrigsten Gegebenheiten anzupassen und einen neuen lebbaren Weg finden.

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Markt am Maybachufer

Was mich heute ziemlich beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich auf dem Markt am Maybachufer war, der letztens erst von der Polizei geräumt wurde aber nun unter Auflagen wieder aufmachen durfte. Also war ich dann auf dem nun sehr zusammengeschrumpften Markt und fand es ehrlich gesagt ziemlich entspannt, weil so wenig Leute da waren. Prinzipiell widerspricht es mir irgendetwas, was von der Regierung veranlasst wird, gut zu finden, aber in diesem speziellen Fall war es zumindest angenehm, denn sonst muss man sich immer durch schreiende und wuselnde Menschenmassen kämpfen. Heute konnte ich die, wenn auch weniger gewordenen, Stände in Ruhe aufsuchen. Es ist für mich so ein bisschen die Entscheidung ob ich unbedingt eine Riesenauswahl brauche oder ob ich mir Zeit lassen kann und in aller Ruhe die Dinge raussuchen kann, die ich wirklich brauche. Das gleiche gilt für mich für den Autoverkehr, der durch weniger Verkehrsmittel deutlich ruhiger ist und man dadurch wesentlich schneller von A nach B kommt und mir dadurch die Laune nicht schon am frühen Vormittag vermiest. Wie gesagt, es ist für mich ein genaues Abwägen von Vor-und Nachteilen. Mir muss klar sein, dass durch die vielen Beschränkungen auch Vieles wegfällt, was ansonsten die lieb gewordene Gewohnheit war. Ich denke also, dass jeder für sich entscheiden muss, was im eigenen Leben wichtiger ist: freie unendliche Auswahl, von dem, was man tut, was man kauft etc. oder ruhiges bewusstes Einkaufen und Unternehmungen. Ich weiß selber nicht so recht, warum mir das im Moment ziemlich gut gelingt aber ich plane dieses Verhalten noch lange fortzuführen.

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Achtsamkeit

Seit Monaten, eigentlich seit Jahren, ist immer die Rede von Achtsamkeit. Seit einiger Zeit übe ich diese Achtsamkeit so gut ich kann. Mir fällt auf, dass ich seitdem deutlich ruhiger und entspannter bin und dem was auf mich und alle anderen zukommt wesentlich sorgloser entgegen treten kann und mich von der allgemeinen Panik nicht anstecken lasse. Dazu kommt, dass ich fantastisch schlafe und wirklich abends einschlafe und morgens früh erst wieder aufwache. Es ist einfach alles leichter und ich kann die Dinge, die für mich wichtig sind, wirklich tun und nicht im Kopf schon wieder 10 andere Dinge erledigen. Was für mich dazu kommt, ist, dass ich seit ein paar Monaten ca. 10 ayurvedische Nahrungsergänzungsmittel nehme, wovon das wichtigste für mich „Mind Power“ ist, denn ich denke, dass genau diese in so unruhigen Zeiten wie jetzt das absolut wichtigste ist. Denn, wenn wir alle wissen, wer wir sind und wo wir hin wollen, kann uns nichts wirklich davon abhalten. Vielleicht ist das jetzt Gesagte von mir wieder ein netter Traum aber wie ich schon das letzte Mal geschrieben habe, erlaubt mir meine persönliche Situation immer noch solche Träume. Ich glaube einfach, dass wir alle zur Ruhe kommen müssen und uns nicht ständig stressen lassen dürfen und uns selber auch das nicht antun sollten.

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Die Zeit, in der wir alle leben

Es ist mir ein wirklich dringendes Bedürfnis über die Zeit, in der wir jetzt alle leben, zu sprechen. Was passiert denn aktuell? Die Reichen und Mächtigen wissen angeblich genau, was wir tun müssen, und an erster Stelle steht wohl der Punkt, dass alle, ich betone: wirklich alle Anweisungen befolgt werden müssen. D.h. keine Versammlungen mehr, keine Schule, keine Kitas mehr, keine Cafés, keine Jobs, dafür aber Atemschutzmasken und schön Abstand halten. Keine Kinos und Tanz sowieso. Man könnte ja Spaß haben und nicht die gebotene Angst. Mir ist klar, dass meine Situation relativ komfortabel ist: ich bekomme immer noch Geld vom Amt, habe Leute, die bei mir arbeiten, muss mich nicht in irgendeine Einrichtung begeben und kann immer noch denken, was ich will. Aber wenn es so weiter geht wie bisher, ist unser aller Freiheit in höchster Gefahr. Wer garantiert mir denn, dass ich nicht geimpft werde, obwohl ich es nicht will? Wer garantiert mir, dass ich nach wie vor im Supermarkt einkaufen kann auch ohne diese doofe Maske? Wer verbreitet in dieser Zeit Mut? Es gibt ein tolles Buch von Rüdiger Nehberg, ein paar Monate kurz vor seinem Tod geschrieben, mit dem tollen Titel „Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen“. Meiner Meinung nach ist dieser Titel perfekt für die jetzige Zeit.  
 
Wir alle werden doch nur darauf getrimmt, Angst zu haben. Angst vor jedem Nieser, vor jedem Huster, jeder Berührung, vor zu viel Nähe, und ich denke, dass man mit so einem Gefühl nicht wirklich gut leben kann. Wir neigen inzwischen vermehrt zu Denunziantentum und tragen das alles mit, weil es ja von oben verordnet wurde. 
Hatten wir nicht schon einmal so eine Zeit, in der es angeblich gute Gründe gab, warum man diese und jene Menschen nicht treffen sollte, warum sie nicht arbeiten durften und bestimmte Orte überhaupt nicht betreten werden durften. Klar, unsere Gründe sind jetzt vermeintlich andere, aber das System ist genau das gleiche wie damals und ich denke, wir befinden uns erst am Anfang einer solchen Entwicklung. Mein Gefühl ist, dass eine große Revolution stattfinden muss, da hier und anderswo alles kaputt geht.  
Bleibt wirklich nur zu hoffen, dass wir alle aufwachen und diesen Albtraum beenden.  

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Warum mein Nervensystem so empfindlich ist

Seit Monaten, ja wahrscheinlich Jahren, geht mir eine Frage im Kopf herum: Nämlich warum mein Nervensystem so empfindlich ist, meine Tränen sehr schnell fließen und die Schnelligkeit und Gereiztheit der Leute mich so beschäftigt. Die Frage brachte mich nach langem Überlegen zu der einfachen Antwort: Ich bin neidisch.
Auch ich möchte eigentlich schnell und viel beschäftigt sein (jetzt ohne die Oberflächlichkeit). Viele Jahre wollte ich diese einfache Wahrheit nicht wahr haben. Es gibt immer irgendwelche tiefsinnigen Erklärungen, aber das ganz Banale lässt man außen vor. Auch ich möchte viel verreisen und ohne diesen ganzen Aufwand und viele Menschen, die mitkommen müssen um mir zu helfen. Ich möchte tanzen. Ich möchte viel Lachen und quatschen…

Ich würde gerne viele Sachen in meinem Leben wegschieben und nicht daran denken. Aber die Realität sieht so aus, das mich jeden Morgen der ganz normale Alltag einholt.
Viele Dinge in meinem Leben passieren, die ich am liebsten ausblenden würde und nach jahrelanger Suche bin ich im Moment gerade an einem Punkt, wo ich denke, dass alles in unser aller Leben mit Resonanz zu tun hat. Also alles von dem was passiert, ob es mir gefällt oder nicht, hat mit mir selbst zu tun.
Die Frage, was denn alles in mir verborgen ist, ist vielleicht schon seit Jahren verschütt gegangen. Kann sich, nach meiner Überzeugung, Generationen hintragen und gibt mir einfach zu verstehen, dass meine Suche immer noch ganz am Anfang ist.
Es ist natürlich so, dass ich in letzter Konsequenz die Frage nach dem „Warum“ stelle. Und ich kann sagen, dass ich auf meine Antwort immer noch warte. Aber das ich zumindest, die möglichen Antworten immer mehr herauskristallisieren.
Es hilft mir auf jeden Fall schon sehr nicht zu denken , dass nur ich unfähig bin, sondern dass wir alle auf dieser Suche sind.

Da ich im Moment immer das Gesetz der Resonanz höre, dass ich sehr beeindruckend finde, tun sich in meinem Leben wirklich neue Wege auf. Denn nachdem was da gesagt wird, ist wirklich alles möglich. Und heute morgen zum Beispiel hatte ich die kurze Vorstellung, wie es denn wäre, wenn jetzt niemand kommen würde, ich schlafen könnte bis in die Puppen und dann irgendwann nett an den See fahren würde. Diese Vorstellung macht mir wirklich total Spaß und das Gefühl, dass sonst sagt „das geht so wie so nicht!“, war nicht da. Ich glaube wirklich, dass es geht, dass nur irgendein Knoten in meinem Hirn platzen muss und ich dann so leben kann, wie ich es mir vorstelle. Ich kann jetzt nur kurz erzählen was in meinem Kopf passiert, aber die Gefühle, die ich dabei habe, lassen sich nur schwer in Worte fassen. Es ist für mich ein bisschen so als würde ich auf die letzten über 20 Jahre zurück gucken und aus einem Alptraum erwachen. Es ist natürlich so, dass wir alle gelernt haben, sofort wieder „vernünftig“ zu werden und nach naturwissenschaftlicher Meinung zu denken, dass Verbesserung gar nicht möglich ist. Ich habe jetzt dazu das Glück, dass hier bei mir ein Mensch arbeitet, der schon immer zu mir gesagt hat „du hast nix!“. In dem jetzigen Zusammenhang mit dem Thema Resonanz klingt das alles für mich sehr viel greifbarer. Mir ist klar, dass ich mit meiner Meinung relativ aus dem herkömmlichen Denken falle, was es ja definitiv nicht leichter macht, aber nichtsdestotrotz wirklich ist. Aber wenn ich jetzt nur daran denke und sehe wie jeden Tag die Dinge schon leichter werden, würde ich einfach mal behaupten diese Richtung ist richtig.

Ich finde ja diese Erkenntnis für so einen schönen Spätsommertag nicht ganz verkehrt.

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Mein eigenes derzeitiges Befinden und die Dringlichkeit meinen Weg zu finden

Heute soll mal mein Thema nicht wie sooft die ständige Hertzbereich und Schnelligkeit der anderen sein, sondern mein eigenes derzeitiges Befinden und die Dringlichkeit meinen Weg zu finden.

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Ich bin vor ein paar Tagen 50 geworden und es ist wie aus dem Lehrbuch, nämlich dass ich dastehe und mir klar geworden ist, dass mein Leben so nicht weiter gehen kann. Ebenso klar geworden ist mir auch, dass ich die anderen Menschen nicht ändern kann und wenn mich die Oberflächlichkeit der anderen so stört nur meine eigene Gelassenheit und Ruhe das so ein bisschen abmildern kann. Die Veränderungen, die wichtig sind, können nur von mir aus gehen. Mein Umfeld ist nicht immer so, wie ich mir das wünsche. Einige gravierende Veränderungen stehen mir bevor und weil ich ja so feige bin, wie alle anderen auch, habe ich das bis jetzt vor mir her geschoben. Ich glaube, dass so ein runder Geburtstag ein guter Zeitpunkt ist, diese Dinge wirklich mal anzugehen. Dazu kommt für Mich persönlich ein epochaler Einschnitt, nämlich, dass ich in ein paar Tagen meine Heimatstadt München besuchen werde. Eine Stadt, die ich seit über 20 Jahren, nicht betreten habe, In der für mich viele wichtige Dinge passiert sind und dessen Besuch für mich gar nicht abschätzbar ist. Dazu kommt für mich viel Überlegung was an dem Verhältnis zu Leuten, die hier arbeiten, ich verändern kann, die immer noch andauernde Frage wie und wo genau ich denn leben möchte und meine Unabhängigkeit wieder zu finden. In den letzten Jahren habe ich viel von meinem Leben an andere delegiert, in dem Vertrauen, dass sie schon das beste für mich tun. Aber leider war das nicht immer so. Es ist immer eine Mischung von freiwillig aus Bequemlichkeit etwas abzugeben und Leuten, die das gerne annehmen, um es für eigene Zwecke zu missbrauchen. Es geht für mich, kurz gesagt, einfach darum, mein eigenes Leben wieder zu mir zu holen.

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Überall gleichzeitig sein zu wollen und nie Ruhe zu haben

Mir geht es noch immer um das Thema gehetzt sein, überall gleichzeitig sein zu wollen und nie Ruhe zu haben. Einige Leute sagen mir zwar, dass es hier im Vergleich zu Städten wie Paris, London oder was weiß ich wo, harmlos ist, aber mir ist das auf jeden Fall schon zu viel. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass ich ja leicht reden habe, weil ich keine Arbeit habe und auch sonst keine großen Verpflichtungen. Ich will jetzt auch nicht, dass jeder sich nur noch im Zeitlupentempo bewegt, aber es wäre schon schön, wenn Menschen an dem Ort, an dem sie sich gerade befinden, auch mal bleiben und nicht gleich weiterlaufen zum nächsten. Am besten finde ich ja noch Leute, die einen vollgepackten Terminkalender haben und ständig ihr Handy am Ohr haben, um neue Verabredungen auszumachen. Niemand von diesen Menschen will auch nur eine Sekunde unbeschäftigt sein, sich mal zurücklehnen und einfach das Leben reflektieren. Es kann nicht gesund sein, immer auf 180 zu leben, niemals einen Rückzug zu haben und immer wichtig und gefragt zu sein. Es ist kein Wunder, dass dann Yoga, Achtsamkeits- und Entschleunigungsseminare etc. Hochkonjunktur haben. Wir alle könnten das so einfach haben, wenn wir nur einen Gang zurückschalten würden. Ich merke es ja an mir selber, dass diese allgemeine Stresssituation auf mich überspringt. Und wenn ich mir nicht ständig selber bewusst mache, dass ich so nicht sein will und da auch nicht mitspielen will. Natürlich katapultiert das einen auch ein wenig in eine Aussenseiterrolle. Aber diese hätte ich in meinem derzeitigen Leben so wie so, denn ich kann entweder körperlich oder emotional nicht so schnell reagieren. Wenn ich mir das so genau überlege, finde ich es zwar schmerzhaft aber nicht verkehrt. Ich kann jetzt anderen Menschen nicht vorschreiben, alles langsamer zu machen, aber ich kann zumindest zeigen, dass es auch langsamer geht.

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Einfach da sitzen und nachdenken ist verlorene Zeit

Es ist mir ein Bedürfnis über gehetzt sein, Ruhe und Ausgewogenheit im Allgemeinen zu sprechen. Mir ist in den letzten Jahren immer mehr aufgefallen, dass die Menschen nicht von A nach B gehen, sondern rennen. Zeit um über irgendwas nachzudenken nimmt sich keiner mehr und alles muss schnell gehen. Einfach da sitzen und nachdenken ist verlorene Zeit und man könnte schon längst an irgendeinem anderem wichtigem Ort sein. Mir fällt besonders auf, dass Menschen immer schneller problemlose Lösungen haben wollen und sich bloß keine Gedanken machen wollen und wenn etwas schwierig wird. Dann lieber weiter zu einem anderen Ort rennen. Vielleicht war das schon immer so und ich habe es nur nicht bemerkt. Aber in meiner jetzigen Situation sehe ich es sehr wohl und leider an Oberflächlichkeit und im schnellem genervt sein der Leute. Denn bei mir dauert alles seine Zeit und ist nicht immer nach dem gleichen Schema F zu lösen. Also mitdenken und improvisieren ist für mich schon sehr wichtig. Und ich bemerke einfach, dass den meisten Menschen eben diese Fähigkeiten fehlen.Heute sagte eine Assistentin zu mir: „Sie bewundere meine Ruhe, die ich Mitten im hektischen Trubel bewahren kann. “ Mir lag auf der Zunge zu sagen, dass ich diese Situation ja nicht umgehen kann. Also das heißt, ich muss Mittel und Wege finden, wie ich eben diese Ruhe bewahre. Denn wenn schon alle um mich herum gestresst sind, dann hilft es mir nicht weiter, wenn ich mich davon auch noch anstecken lasse und dieser Moment für alle Beteiligten nur noch schlimmer wird.

Mir ist schon klar, dass die Aufgabe, die noch vor mir liegt, schon ziemlich gewaltig ist. Aber ich habe nicht vor aufzugeben, sondern will meinen Weg finden, um damit gut umzugehen. Da ich ja sehr stark an das Glaube was Clemens Coby zu dem Thema „Krankheit“ sagt, stellt sich mir nun die Frage, was eben dieser zugrunde liegt. Bei mir komme ich immer auf das Wort „Freiheit“. Und wenn ich doch das was ist lernen soll, Freiheit zu leben, muss ich wohl erstmal sehen und fühlen, was nicht Freiheit bedeutet.
Denn so wie mein Leben derzeit ist, kann man sagen, dass es einfach nicht frei ist.
Für mich geht es jetzt darum, wieder zu lernen, womit ich eigentlich in dieses Leben gestartet bin. Nämlich völlige Selbstbestimmung und Mut. Diese Dinge sind nicht völlig weg. Ich habe sie nur irgendwann durch irgendwas vergessen und verlernt. Für mich bedeutet diese Krankheit ( Wie immer sie heißt) einen kompletten Neustart zu machen und Dinge ,die ich nicht brauche wegzulassen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Körper dem Bewusstsein nachfolgt und wenn sich das Bewusstsein komplett verändert, ob auch Krankheitssymptome verschwinden können.

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Wie will ich in Zukunft leben?

Mein letzter Blogbeitrag ist schon eine Zeit lang her. Dafür gibt es den Hauptgrund, dass es sich ab dem 1. November 2018 geändert hat, dass ich beim Pflegedienst war und eben ab dem 1. November persönliches Budget bekomme, alles selber organisieren muss und die Strukturen innerhalb des Teams sich völlig verändert haben: Erstmal Assistent*innen gingen weg und Andere kamen, die Teamleitung blieb lange Zeit unbesetzt bis jetzt ab dem 1. Mai jemand, die hier schon gearbeitet hat, die Teamleitung übernommen hat. Zuerst wurde mir gesagt, wir seien viel zu wenig Assistent*innen. Als ich dann neue Leute eingestellt hatte, waren wir plötzlich zu viele. Jetzt haben wir gerade ein ganz gutes Mittelmaß gefunden.

Mit Beginn des Budgets kamen bei mir auch essentielle Fragen auf den Tisch: Nämlich wo und in welcher Form will ich in Zukunft leben, kann ich irgendwo eine größere Wohnung beantragen (denn ich habe nur 1 1/2 Zimmer und auf Dauer 24h- Dienste). Das heißt für mich, dass ich keine Zeit habe, mich zu erholen.Die Frage, die sich mir natürlich stellt, ist nach wie vor: wie gehe ich mit dieser Krankheit, genannt MS, um. Ich war ja immer eine Person, die das sehr stark angezweifelt hat und mir ist eingefallen, dass ich vor ca. 20 Jahren ein Buch in die Hände bekam namens“ Dem Leben wiedergegeben“ von Sonja Wierk und Barbara Zarupa. Dieses Buch ist geschrieben von einer Frau in den 1980ern, welche damals schon über 60 Jahre alt war. Seit über 20 Jahren hatte sie die Diagnose MS und nahm dann an einem Feltenkraisseminar teil und erkannte dabei, dass der Körper nicht einfach mit einer „Kartendiagnose“ abgestempelt werden kann. Sie hat später in ihrem Buch immer geschrieben, Nervenkraft gibt Körperkraft. Wie gesagt- diese Dame war über 60 als ihr die ganzen Zusammenhänge klar wurden und ihre Fortschritte waren erdbebenmäßig! Ich habe sie dann Mitte der 1990er Jahre auf einem Vortrag erlebt, der mehrere Stunden lang ging. Sie konnte reden und sich bewegen als wäre nie etwas gewesen. Es ist natürlich eine Sisiphosarbeit, herauszufinden, warum man bestimmte Einschränkungen hat, wann diese angefangen haben usw…

Bemer

Bemer-Classic-Set

Ich bin nach wie vor sehr fest davon überzeugt, dass eine einmal gestellte Diagnose nicht das Non-Plus-Ultra ist. Ich befinde mich selber noch immer auf der Suche. Es gibt nunmal im Leben immer viele Möglichkeiten und Ideen, sowie zB. die Bemer-Matte, die den Blutkreislauf stimulieren soll und mich damit etwas lebendiger macht und viele Bewegungen ermöglicht, die vorher nicht mehr gingen. Seit dem Benutzen der Matte geschieht einfach sehr viel in meinem Inneren. Es klingt vielleicht zu banal, wenn ich sage, dass die Farben, die ich sehe, viel viel heller geworden sind. Da ich ja an Astrologie glaube und auch weiß, dass das Jahr 2019 ein Jahr der Umbrüche ist, sehe ich im Moment eigentlich alles-mit ein paar Einbrüchen abgesehen in sehr hellen Farben. Und ich habe vor, das auch weiterhin zu tun.

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